Einkaufsscheinverordnung, Wien, 26.8.1918

Endlich wieder Kaffee!

(...wenn auch noch rationiert)

Während des Krieges war in Tirol kein echter Kaffee mehr verfügbar, sondern nur noch Ersatzkaffee. Selbst dieser – oft mit gemälzter Gerste hergestellt – war so spärlich vorhanden, dass er stark rationiert werden musste und nur mit Bezugskarten erhältlich war.

Die Tageszeitung Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 14.3.1919 berichtete unter der Schlagzeile "Kaffee-Abgabe":
"Vom Dienstag, den 18. ds. Mts. [dieses Monats] angefangen, wird in nachstehenden Geschäften Bohnenkaffee, und zwar je 5 Deka auf den Buchstabe "E" der neu ausgebenen [sic] Innsbrucker Lebensmittelkarten, zum Preise von 90 Heller abgegeben [...]"

Darauf folgte eine Liste der Innsbrucker Lebensmittelgeschäfte, in denen Bohnenkaffee erhältlich war, darunter auch die Spezerei Flory, in der es noch im Mai 1918 zu einem Gerangel gekommen war, weil kein Malzkaffee mehr verfügbar war.






Symbolbild: Einkaufsscheinverordnung, Wien, 26.8.1918 – public domain





[08.03.2019 Thomas Sinha]

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