Heimkehr

Nach 40 Monaten an der Front

So wie die Standschützenkompanien aus ganz Tirol, waren auch die Standschützen von Lana im Mai 1915 an die Front gerückt, um die südliche Landesgrenze zu verteidigen, nachdem Italien den Dreibund aufgekündigt und Österreich-Ungarn den Krieg erklärt hatte. Von Mai 1915 bis zum Frühjahr 1918 wurden sie im Abschnitt Riva eingesetzt. Von Sommer 1918 bis September 1918 fanden sie auf der Hochfläche Folgaria (Vielgereuth) Verwendung.[1]

Die Tageszeitung Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 22. September 1918 berichtete unter der Schlagzeile "Heimkehr der Lanaer Standschützen":
"Am 17 Sept. 2 Uhr nachm. kamen unsere Standschützen, nachdem sie nun durch 40 Monate an der Front gelebt, in ihre Heimat zurück. Der Empfang war herzlich. Die Jungschützenkapelle empfing sie auf der Etschbrücke. Unter den Klängen der Musik marschierten sie in ihre Heimat ein, die reich beflaggt war. Von den Söllern [Balkonen] flogen zahlreiche Blumensträußlein unseren Standschützen zu Füßen. Auch Zigaretten wurden ihnen von edler Hand gespendet, die sich die Standschützen gut schmecken ließen."



[1] Wolfgang Joly, Standschützen. Die Tiroler und Vorarlberger k.k. Standschützen-Formationen im Ersten Weltkrieg. Organisation und Einsatz, Innsbruck 1998. S. 258.

Bild: Standschützen aus Lana in ihrer Frontunterkunft. Ganz links Patrouilleführer Josef Carli – Foto: Alexander Schwabl - Kleines Museum, Lana

 



[22.09.2018 Thomas Sinha]

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