Minen

Der Krieg verschont niemanden

Die Tiroler Zivilbevölkerung litt nicht nur unter der Lebensmittelknappheit. In Frontnähe wurden Zivilisten durch Artilleriebeschuss und Sprengmittel verletzt oder gar getötet. So berichtete die Tageszeitung Allgemeiner Tiroler Anzeiger am 1. September 1918:

 „Aus Buchenstein wird geschrieben: Schon wieder ereignete sich hier ein Unglückfall durch eine Mine. Die sieben Jahre alte Luise Costa ist dabei ums Leben gekommen, während ihre Begleiterin, ein 17 Jahre altes Mädchen, mit einer Verletzung am Arme davongekommen ist. Die Mädchen waren beim Himbeeren pflücken. Es sind bis jetzt hier durch Minen und Handgranaten schon fünf Personen tödlich verunglückt.“



(Bild: Buchensteintal mit Ruine Buchenstein und Ort Andraz im Hintergrund – Quelle: K.u.k. Kriegspressequartier, Österreichische Nationalbibliothek, public domain)

 



[01.09.2018 Thomas Sinha]

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